Alliteration:
Wiederholung der Anfangsbuchstaben bei Wörtern
z.B. Bei Wind und Wetter! Titel, Thesen, Temperamente.
Anapher:
Wiederholung wichtiger Wörter an Vers-/Satzanfängen
z.B. Heute ist Donnerstag, heute schneit` s.
Antithese:
Gegenüberstellung, Gegensatz
z.B. Sie waren Freunde und wurden dann Feinde.
Chiasmus:
Oberkreuzstellung von syntaktisch oder semantisch einander entsprechenden Satzgliedern
z.B. Groß ist die Anstrengung, der Erfolg ist klein. Was man will, das hat man nicht und was man hat, das will man nicht.
Ellipse:
Unvollständiger Satz. Auslassung eines Wortes/Satzteils, das/der leicht ergänzbar ist.
z.B. Was nun? Je früher desto besser. Raus hier!
Emphase, emphatischer Wortgebrauch:
Betonung, Nachdruck: besondere Hervorhebung eines Wortes
z.B. Oh Kinder, Kinder – es ist zum Verzweifeln! Ich würde so etwas nie tun!
Euphemismus:
Beschönigung
z.B. beseitigen (statt: umbringen); entschlafen (statt: sterben)
Hyperbel:
Starke Übertreibung/Überspitzung
z.B. todmüde, hundmiserabel. Er lacht sich tot.
Ironie:
Man behauptet das Gegenteil dessen, was gemeint ist
z.B. Na, du bist aber ein Held!
Klimax:
Dreigliedrige Steigerung
z.B. Für diese Arbeit brauchen wir ja Wochen, Monate, Jahre!
Litotes:
Bejahung durch doppelte Verneinung; Milderung des Gesagten
z.B. Sie ist nicht gerade die klügste. Der Film war gar nicht so schlecht.
Lautmalerei:
Nachahmen von Geräuschen, Klängen oder Lauten durch ein Wort
z.B. rauschen, knistern, summen, zischen, brummen, brüllen.
Metapher:
Bedeutungsübertragung; sprach/. Verknüpfung zweier semantischer Bereiche, die gewöhnlich unverbunden sind.
z.B. Blitzschnell; Er hat sie im Stich gelassen. Den Kopf in den Sand stecken.
Oxymoron:
Verbindung zweier Vorstellungen, die sich ausschließen
z.B. süße Bittere; dunkles Licht.
Parallelismus:
Wiederholung gleicher syntaktischer Fügungen
z.B. Einer wollte es. Keiner konnte es. Keiner schaffte es.
Periphrase:
Umschreibung eines Begriffes
z.B. Das Auge des Gesetzes (Polizei, Justiz).
Personifikation:
Vermenschlichung von Gegenständen oder von abstrakten Begriffen
z.B. Der Wind bläst seine Backen auf.
Pleonasmus:
Wiederholung eines charakteristischen semantischen Merkmals des Bezugswortes
z.B. weißer Schnee; schwarzer Rabe.
Rhetorische Frage:
Scheinbare Frage um einer Aussage besonderen Ausdruck zu verleihen
z.B. Machen wir nicht alle Fehler? Ist das schon nicht schlimm genug?
Symbol:
Sinnbild, das über sich hinaus auf Allgemeines verweist
z.B. blaue Taube als Symbol für Frieden; Amor.
Synonym:
Sinnverwandtes Wort, Wort mit gleicher Bedeutung
z.B. Freund und Kamerad
Vergleich:
Verknüpfung zweier Bedeutungsbereiche durch Hervorheben des Gemeinsamen
z.B. Er hat Augen wie ein Luchs. Die Schwestern waren wie Tag und Nacht.
