Unter der Berücksichtigung des folgenden Schemas zum Schreiben von Aufsätzen ergreifen Sie schnell und erfolgreich das Handwerk des Schreibens. Erwähnenswert ist, dass all die Aufsatzformen wie Sachtextanalysen, Erörterungen und Interpretationen oder das Kreative Schreiben mehr oder weniger einen gemeinsamen Grundbauplan aufweisen.
Dieser „universelle“ Grundbauplan weist solche Punkte wie Einleitung, Hauptteil und Schluss auf. Dies ist das Gerüst eines jeden Aufsatzes, welches beim Schreiben unbedingt beachtet und befolgt werden muss.
Im Weiteren werden einzelne Stichpunkte einer Einleitung erörtert, die jeder Aufsatz aufweisen sollte.
EINLEITUNG
In einem Aufsatz dient die Einleitung der Themavorstellung. Sie gewährt zudem dem Leser einen kurzen Überblick über das Geschehen im Text, da in der Einleitung die wichtigsten Informationen in knapper Form enthalten sein müssen.
In der Einleitung sind die Textform; der Autor; Entstehungsjahr des Textes sowie das Thema bzw. die Problematik, welche der zu untersuchende Text behandelt, allgemein zu nennen. Auf keinen Fall dürfen in einer Einleitung Interpretationen und tiefer gehende Analysen vorgenommen werden!
Wenn Sie beispielsweise einen Aufsatz, eine Sachtextanalyse oder die Interpretation einer Kurzgeschichte oder einer literarischen Werkes wie z.B. Drama durchführen sollen, müssen sie zu Ihrer Einleitung noch eine Inhaltsangabe schreiben.
Bei der Inhaltsangabe handelt es sich um kurze Zusammenfassung des Inhalts mit eigenen Worten. Dabei soll der Verfasser nur die wichtigsten und wesentlichen Geschehnisse nennen, die im Text vorkommen. Auf ausführliche Details und wörtliche Rede muss verzichtet werden. Nicht zu vergessen ist, dass die gesamte Einleitung im Präsens sowie in einer nüchternen und sachlichen Sprache geschrieben werden soll.
Auf den ersten Blick ist es leichter gesagt als getan eine kurze Zusammenfassung eines beliebigen Textes zu erstellen. In einigen Fällen ist es wirklich nicht einfach das Wichtigste aus einem Text herauszufiltrieren. Folgende Filtrierungstechniken sind beim Schreiben einer Inhaltsangabe bzw. Zusammenfassung sehr hilfreich:
- Lesen Sie mehrfach den Text und unterstreichen Sie die wesentlichen Punkte. Schließlich ist gutes Verstehen des Textes eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Aufsatz.
- Strukturieren Sie den Text in Sinnesabschnitte. Achten Sie darauf, wann eine neue Handlung im Text erfolgt, denn da passieren meistens die wichtigsten Sachen.
- Abschnitts-und zeilenweise Zusammenfassung des Textes ist ungünstig, weil auf diese Weise nur die überflüssigen Details und nicht das Wichtigste wiedergegeben werden.
- Vielmehr sollten Sie sich an Höhe-und Wendepunkten sowie an dem Schluss des Textes beim Verfassen einer Inhaltsangabe orientieren.
Aufsätze schreiben könnte man ebenso mit Kunst oder Handwerk vergleichen. Letztendlich verleiht das geschickte Spielen mit der Sprache einem Aufsatz Individualität und Schönheit. Damit Ihr Aufsatz lesbar ist, sollen Sie die Überleitungssätze nicht außer Acht lassen. Aus diesem Grund muss immer ein kurzer Überleitungssatz Ihre Einleitung abrunden. Auch ist es sinnvoll den Hauptteil im Aufsatz mit dem Schluss durch einen bündigen Überleitungssatz zu verknüpfen.
Literarischen Erörterungen und Dramen – was gilt es bei deren Inhaltsangabe zu beachten?
Dramen:
Im Prinzip sieht bei Dramen die Einleitung fast genauso wie bei den anderen Aufsatzformen aus. Der Inhaltsangabe geht allerdings oft eine kurze Biographie des Autors voraus. Dabei gleicht der kurze Lebenslauf des Autors der Inhaltsangabe. Überflüssige Details, lange Sätze in malerischer Sprache werden ausgelassen. Man beschränkt sich auch hier nur auf die wichtigsten Fakten und Präsens als Tempus. Um sich besser vorstellen zu können, wie man möglichst kurz die wichtigsten Lebensstationen des Autors beschreibt, hat das Schreibportal „aufsaetze.net“ Ihnen Hilfsfragen zusammengestellt. Mit Hilfe dieser Fragen gelingt es Ihnen problemlos und schnell eine perfekte Kurzbiographie für Ihren Aufsatz zu erstellen.
Hilfsfragen:
- Wann und wo wurde der Autor geboren?
- Wer waren die Eltern?
- Wann wurde die Schule beendet bzw. im wievielten Lebensjahr? Wann und welches Studium wurde aufgenommen?
- Wann und wie(falls bekannt) wurde Studium beendet? Was passierte danach? Welche Tätigkeiten wurden ausgeübt etc.?
- Wann war der Höhepunkt der Karriere? Was verhalf dem Autor dazu z.B. ein besonderes Theaterstück etc.?
- Zeitpunkt der Ehe; Wer ist die Ehefrau?
- Wann, woran und wo stirbt der Autor?
Wenn Sie kurz die oben genannten Fragen beantworten, werden Sie beim Schreiben eines Aufsatzes ein Problem mehr los. Auch hier müssen Sie sich nicht unbedingt sklavisch an die vorgegebenen Fragen halten. Es sind Hilfsfragen, die Sie beim Verfassen eines Aufsatzes unterstützen sollen. Das sind keine obligatorischen Regeln, die Sie für das Schreiben eines Lebenslaufes befolgen müssen.
Literarische Erörterung:
Eine Erörterung kann sich sowohl auf eine bestimmte Problematik in einem Buch oder Drama aber auch auf ein frei gestelltes Aufsatzthema beziehen. Beispielsweise könnte die Aufgabe eines erörternden Aufsatzes so lauten: „Erörtern Sie, ob das Lügen in unserer Gesellschaft angebracht ist.“ In diesem Fall liegt Ihnen kein Text vor. Sie müssen selbst anhand Ihrer Erfahrungen und Ihrem Wissen einen argumentativen Aufsatz, eben eine Erörterung schreiben. Eine Einleitung könnte dann mit einem Zitat oder einer kurzen Schilderung eines persönlichen Erlebnisses (nicht länger als drei Sätze) beginnen. Ferner kann der Anfang Ihres Aufsatzes durch Erklären eines Begriffes oder durch Erinnerung an ein bedeutendes historisches Ereignis eingeleitet werden.
Falls Sie eine Erörterung über ein Thema aus einem bestimmten Buch oder Drama schreiben sollen, dann muss Ihre Einleitung auf jeden Fall eine Kurzbiographie des Autors, eine kurze Zusammenfassung des Werkes sowie Titel, Textsorte, und Erscheinungsjahr beinhalten.
